5-euro-business.de Start-up Storys
Albertissimo
Damals
5-Euro-Business: Eure Geschäftsidee ist während des 5-Euro-Wettbewerbs entstanden. Wie habt ihr es damals geschafft, innerhalb von ein paar Wochen einen Prototypen zu bauen und bereits erste Umsätze zu generieren?
Christoph Hofmockel: Die Produktidee hatte ich bereits. Deshalb konnten wir gleich auf die Suche nach Schreinern gehen, die unsere Entwürfe zu einem machbaren Preis umsetzen konnten. Der Verkaufszeitraum kam dann trotzdem sehr schnell. Auch unter hohem Zeitdruck gelang es uns, einen funktionsfähigen Prototypen fristgerecht fertigzustellen und potenziellen Kund:innen vorzustellen. Am Anfang waren es vor allem kleinere Händler und Boulderhallen. Die ersten Reaktionen waren super, und so konnten wir die ersten Albertissimos vor Weihnachten bereits verkaufen. Zwischen den Jahren konnten wir per E-Mail Marketing noch weitere Geräte vertreiben.
5-Euro-Business: Was hat dich damals angetrieben – und hättest du dir vorstellen können, wo du heute stehst?
Christoph Hofmockel: Eine Idee ist für mich etwas ganz Besonderes. Sie ist die Brücke zwischen dem Nichts und dem ersten Funken von etwas Neuem. Manchmal braucht es den Mut, etwas auszuprobieren und aus diesem „bisschen etwas“ Schritt für Schritt mehr zu machen. In diesem Fall hat es sich einfach richtig angefühlt. Wenn ich zurückblicke ist vieles anders verlaufen, als ich es mir damals vorgestellt hatte. Dennoch war mir von Anfang an bewusst, dass es ein Abenteuer werden würde. Und das war es tatsächlich – mit schönen Seiten genauso wie mit Herausforderungen.
Heute
5-Euro-Business: Das Herzstück eurer Produktpalette ist die Klimmzugstange Albertissimo. Welche Produkte vertreibt ihr außerdem und in welchen Größenordnungen?
Christoph Hofmockel: Anfangs stand für uns fest: Unser Produkt ist vor allem dazu da, möglichst effektiv Kraft aufzubauen. Interessanterweise zeigten sich erste Trainingseffekte aber nicht vorrangig im Kraftzuwachs, sondern in einer verbesserten Stabilität, Muskelkontrolle und Koordination. Entsprechend hat es Sinn gemacht, das 2 in 1 Produkt Klimmzugstange und Hangboard um den Schlingentrainer zu erweitern. Die Vermarktung stellt uns jedoch vor große Herausforderungen, da der Nutzen unserer Produkte erst durch die praktische Anwendung greifbar wird. Das geschieht klassisch in Workshops. Aktuell suchen wir nach Wegen, unsere Absatzmengen zu steigern.
5-Euro-Business: Was hast du beim 5-Euro-Business gelernt, und was würdest du anderen Teams mit auf den Weg geben?
Christoph Hofmockel: Ich habe extrem viel gelernt. Ich hätte beispielsweise nicht gedacht, dass ich so viel Energie freisetzen kann für eine Idee, die mich bis heute begeistert. Das Netzwerken habe ich für mich entdeckt - ich bin sehr neugierig und liebe es, mich mit anderen Gründer:innen auszutauschen und mich inspirieren zu lassen. Mein Rat an zukünftige Teams: einfach mal machen - was spricht gegen ein kleines Abenteuer, bei dem ihr nur gewinnen könnt?
